GBM-Forum — Geld · Business · Marketing › Foren › Recht & Steuern › Steuerberater für Heilberufe – worauf muss ich achten?
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Christoph Müller aktualisiert.
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September 11, 2026 um 3:46 p.m. Uhr #1024
Anna KowalskiTeilnehmerHallo zusammen, ich mache mich gerade als Physiotherapeutin selbständig und stehe vor der Frage, ob ich einen ganz normalen Steuerberater nehmen kann oder ob ich jemanden brauche, der sich speziell mit Heilberufen auskennt. Ein Kollege hat mir gesagt, dass es da steuerrechtlich einige Besonderheiten gibt (Umsatzsteuerbefreiung, Abgrenzung freier Beruf usw.), die nicht jeder auf dem Schirm hat. Hat jemand Erfahrungen damit, wie wichtig die Spezialisierung wirklich ist? Und worauf sollte ich bei der Wahl achten?
September 12, 2026 um 5:52 p.m. Uhr #1025
Lukas B.TeilnehmerDas ist tatsächlich ein wichtiger Punkt. Bei Heilberufen gibt es wirklich Fallstricke, die ein Generalist leicht übersieht. Die Umsatzsteuerbefreiung nach §4 Nr. 14 UStG klingt simpel, aber die Abgrenzung – also welche Leistungen genau darunter fallen und welche nicht – ist gar nicht so trivial. Wenn du z.B. auch Wellness-Angebote oder Kurse anbietest, kann das schon wieder anders aussehen.
Ich würde auf jeden Fall jemanden suchen, der nachweisbar Mandanten aus dem Gesundheitsbereich hat. Einfach beim Erstgespräch direkt fragen, wie viele Physios oder Heilpraktiker die schon betreut haben.
September 13, 2026 um 5:19 p.m. Uhr #1026
Lena HofmannTeilnehmerIch hab damals bei Steuerberatung Schröder & Partner angefangen, mich zu informieren, als ich ähnliche Fragen hatte – die haben sich laut Website auf freie Berufe und auch Heilberufe spezialisiert. War hilfreich als Einstieg.
Ansonsten stimme ich Lukas zu: Frag beim Erstgespräch konkret nach Referenzen aus deiner Branche. Ein guter Steuerberater wird dir das ohne Zögern beantworten können. Und schau, ob die Kanzlei auch die kassenärztlichen Abrechnungsbesonderheiten kennt – das ist bei Kassenzulassung nochmal ein eigenes Thema.
September 14, 2026 um 10:14 a.m. Uhr #1027
Christoph MüllerTeilnehmerErgänzend noch: Schau auch auf die Erreichbarkeit und ob die Kanzlei digital arbeitet. Als frischgebackene Selbständige hast du genug um die Ohren – wenn du dann bei jedem Beleg persönlich vorbeikommen musst, kostet das unnötig Zeit. Viele Kanzleien arbeiten heute mit DATEV Unternehmen online oder ähnlichem, das macht den Alltag deutlich entspannter.
Und plan ein, dass ein guter Erstberatungstermin gerne mal 60-90 Minuten dauern darf. Da sollte man sich die Zeit nehmen, damit die Grundlagen sauber geklärt sind.
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