GBM-Forum — Geld · Business · Marketing › Foren › E-Commerce › B2B Shop aufbauen – worauf muss ich wirklich achten?
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Lena Hofmann aktualisiert.
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September 28, 2026 um 12:46 p.m. Uhr #1100
Lukas B.TeilnehmerHey Leute, ich stehe gerade vor der Aufgabe, für unser Unternehmen einen B2B-Onlineshop aufzubauen. Wir verkaufen bisher nur über Außendienst und Telefon, wollen das jetzt digitalisieren. Kundennummern, individuelle Preisgruppen, Netto-Preisanzeige, Bestelllimits – das soll alles irgendwie abgebildet werden.
Meine Frage: Worauf kommt es beim B2B-Shop wirklich an, was wird oft unterschätzt? Und welche Plattform würdet ihr empfehlen – Shopware, WooCommerce, Magento? Irgendwelche Erfahrungen aus der Praxis? Bin für jeden Hinweis dankbar.
September 29, 2026 um 3:29 a.m. Uhr #1101
Daniel WagnerTeilnehmerB2B ist wirklich nochmal eine andere Hausnummer als B2C. Was viele unterschätzen: die Komplexität der Kundenkonten. Du brauchst Rollen- und Rechteverwaltung (z.B. Einkäufer vs. Freigeber), individuelle Kataloge je nach Kundengruppe und oft auch eine Anbindung ans ERP-System für Bestandsdaten und Preise in Echtzeit.
Shopware 6 hat für B2B eine eigene B2B-Suite – ist aber je nach Umfang kostenpflichtig. WooCommerce geht auch, wird aber mit vielen Plugins schnell unübersichtlich. Wenn ihr ein komplexeres Setup plant, würde ich mir Shopware oder auch eine Midsize-Lösung ernsthaft anschauen. Was ist denn euer ungefähres Produktsortiment und wie viele Kunden sollen das nutzen?
September 29, 2026 um 10:51 p.m. Uhr #1102
Christoph MüllerTeilnehmerDem kann ich mich anschließen, ERP-Anbindung ist wirklich oft der Knackpunkt. Wir haben das vor zwei Jahren durchgemacht und die meiste Zeit ist nicht in den Shop selbst geflossen, sondern in die Datenpflege und Schnittstellen.
Was ich noch ergänzen würde: Denk früh an die Zahlungsarten – Kauf auf Rechnung mit Kreditlimit-Prüfung ist im B2B Standard, aber nicht jede Plattform bildet das out of the box ab. Und das Thema steuerliche Darstellung (Umsatzsteuer-ID, EU-Fernverkauf etc.) solltest du von Anfang an mitdenken, sonst wird’s teuer nachzurüsten.
Für die rechtliche Seite haben wir damals bei https://www.gedak.de geschaut, die haben speziell für E-Commerce und Handelsrecht ganz brauchbare Infos gehabt. Hat uns geholfen bevor wir mit dem Anwalt gesprochen haben.
September 30, 2026 um 4:43 p.m. Uhr #1103
Lena HofmannTeilnehmerRechtlich ist im B2B tatsächlich einiges anders als im B2C – zum Beispiel gelten viele Verbraucherschutzregeln schlicht nicht, aber dafür habt ihr andere Pflichten was AGB und Vertragsgestaltung angeht. Widerrufsrecht entfällt zwar, aber Gewährleistung und Haftungsausschlüsse müssen sauber formuliert sein.
Praktisch würde ich sagen: fangt nicht mit dem größten Feature-Set an. Lieber einen schlanken Shop mit stabiler ERP-Anbindung als einen Riesenklotz, der ewig in der Entwicklung hängt. Iterativ ausbauen funktioniert im B2B oft besser als gedacht, weil die Kunden eh erstmal Vertrauen aufbauen müssen.
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