GBM-Forum — Geld · Business · Marketing › Foren › E-Commerce › Gefahrgutetiketten beim Versand – was muss da eigentlich drauf?
- Dieses Thema hat 3 Antworten sowie 4 Teilnehmer und wurde zuletzt vor 2 Wochen, 4 Tagen von
Felix Herrmann aktualisiert.
-
AutorBeiträge
-
September 28, 2026 um 11:21 a.m. Uhr #1104
Daniel WagnerTeilnehmerHallo zusammen, ich versende seit kurzem auch Produkte die als Gefahrgut eingestuft sind (konkret: Lithium-Akkus und ein paar Reinigungsmittel). Jetzt bin ich etwas verwirrt was die Etiketten angeht. Welche Klassen müssen wie gekennzeichnet sein, welche Symbole gehören wo auf das Paket und wie groß müssen die Etiketten eigentlich sein? Mein Spediteur hat mich schon einmal drauf hingewiesen dass die Kennzeichnung nicht korrekt war, aber so richtig erklärt hat er mir das auch nicht. Hat da jemand Erfahrung damit und kann mir sagen worauf ich achten muss?
September 29, 2026 um 2:16 p.m. Uhr #1105
Thomas RichterTeilnehmerDas Thema ist leider etwas komplex, weil es auf mehrere Regelwerke ankommt – je nachdem ob du per Straße (ADR), Luft (IATA) oder See (IMDG) verschickst. Für den normalen Paketversand per Straße gilt ADR, und da sind die Mindestmaße für die Gefahrzettel in der Regel 100×100 mm für Versandstücke. Die Symbole (Raute mit Piktogramm) müssen der jeweiligen Gefahrgutklasse entsprechen – Lithium-Akkus z.B. fallen unter Klasse 9, Reinigungsmittel je nach Inhalt unter 8 (ätzend) oder 3 (entzündbar). Wichtig ist auch die UN-Nummer gut sichtbar draufzuschreiben. Am besten schau dir mal die ADR-Vorschriften direkt an, oder frag deinen Spediteur nach einer schriftlichen Checkliste – die müssen das eigentlich erklären können.
September 30, 2026 um 12:35 p.m. Uhr #1106
SandraTeilnehmerIch hatte das gleiche Problem als ich angefangen hab Batterien zu versenden, das war echt ein Chaos am Anfang. Was mir sehr geholfen hat: die Etiketten direkt bei einem Anbieter zu bestellen der sich auf Gefahrgutkennzeichnung spezialisiert hat, weil die meistens auch die richtigen Normen und Größen direkt dabei haben und man nicht selbst raten muss ob das jetzt passt. Ich hab damals bei hazardlabel.de bestellt, die haben auch eine Übersicht welches Etikett zu welcher Klasse gehört – das hat mir zumindest den Einstieg leichter gemacht. Ist natürlich kein Ersatz für die offiziellen Vorschriften, aber als praktische Orientierung ganz nützlich.
Oktober 2, 2026 um 1:45 a.m. Uhr #1107
Felix HerrmannTeilnehmerNoch ein Hinweis zu den Lithium-Akkus speziell: da gibt es nochmal Unterschiede ob du die Akkus einzeln verschickst oder in Geräten verbaut. Akkus alleine brauchen den Gefahrzettel Klasse 9 plus oft noch ein zusätzliches Lithium-Batterie-Handling-Label (das weiße mit den Telefonnummern und dem Kreuz). In Geräten eingebaut ist es manchmal etwas entspannter, aber das hängt von der Wattstundenzahl ab. Und Achtung: manche Paketdienstleister wie DHL haben eigene Zusatzanforderungen obendrauf. Am besten einmal direkt bei deinem Carrier nachfragen was die genau sehen wollen, dann hast du schwarz auf weiß was du brauchst.
-
AutorBeiträge
- Du musst angemeldet sein, um auf dieses Thema antworten zu können.