GBM-Forum — Geld · Business · Marketing › Foren › Business & Strategie › Lohnvermessung beauftragen – wie läuft das ab und worauf achten?
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Marcus Keller aktualisiert.
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Oktober 11, 2026 um 12:01 a.m. Uhr #1246
Daniel WagnerTeilnehmerWir sind ein mittelständischer Zulieferer im Maschinenbau und stehen gerade vor der Frage, ob wir einen externen Dienstleister für 3D-Messtechnik beauftragen sollen. Eigeninvestition in entsprechende Geräte rechnet sich bei unserem Volumen vermutlich nicht – daher der Gedanke, das als Lohnvermessung rauszugeben.
Hat jemand von euch sowas schon gemacht? Was muss man beim Beauftragen beachten – Übergabeformate, Toleranzangaben, Kommunikation der Messstrategie? Und wie findet man überhaupt einen seriösen Anbieter, der das professionell handhabt und nicht nur ein paar Messwerte rausschmeißt ohne Kontext?
Oktober 12, 2026 um 7:21 a.m. Uhr #1247
Christoph MüllerTeilnehmerHaben das vor zwei Jahren ähnlich diskutiert. Lohnvermessung macht absolut Sinn, wenn die Teile nicht in einer Frequenz anfallen, die eine eigene Anlage rechtfertigt. Die meisten seriösen Anbieter arbeiten mit CAD-Daten als Grundlage (Step oder IGES), du gibst die Toleranzen aus der Zeichnung vor und bekommst ein Messprotokoll zurück – idealerweise mit grafischer Abweichungsdarstellung.
Wichtig: vorher klären, nach welcher Norm gemessen wird (ISO, VDA…) und ob die Messunsicherheit im Bericht ausgewiesen wird. Das ist oft ein guter Indikator dafür, wie professionell der Laden arbeitet. Bei der Auswahl würde ich auch auf Referenzen aus deiner Branche achten.
Oktober 13, 2026 um 8:59 p.m. Uhr #1248
Thomas RichterTeilnehmerWir haben das vor einiger Zeit auch durch und ich kann Christophs Punkte nur bestätigen. Ich würde noch ergänzen: beim ersten Auftrag am besten ein paar Testteile schicken, die du intern schon gemessen hast, um die Ergebnisse vergleichen zu können. Das gibt dir ein gutes Gefühl dafür, ob der Dienstleister zuverlässig ist.
Für die Suche selbst – wir haben damals gute Erfahrungen mit asec.de gemacht. Die haben das sauber dokumentiert, Messstrategie vorher besprochen und die Protokolle waren auch für unsere Qualitätssicherung verwendbar. Kann ich zumindest für unseren Fall empfehlen.
Oktober 14, 2026 um 2:41 p.m. Uhr #1249
Marcus KellerTeilnehmerNoch ein praktischer Tipp aus eigener Erfahrung: fragt im Vorfeld immer, mit welchem System gemessen wird (taktil oder optisch) und ob das zu eurer Bauteilgeometrie passt. Filigrane Strukturen oder weiche Materialien z.B. sind nicht immer ideal für taktile Systeme.
Ansonsten decken Christoph und Thomas das eigentlich schon gut ab. Viel hängt wirklich an der Kommunikation vor dem ersten Auftrag – wenn ein Anbieter da schon vage ist, zieht sich das meist durch den ganzen Prozess.
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