Internationaler Versand aus DE — wer hat realistische Erfahrungen?

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  • #205
    Lukas B. AvatarLukas B.
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    Berate gerade einen Mandanten, der seinen DE-Shopify-Shop nach UK/USA expandieren will. Auf dem Papier klingt alles einfach (Shopify Markets, automatisierte Zoll-Erklärung etc.). Aber Realität ist ja oft anders. Wer hat aus DACH-Sicht UK/USA-Versand am Laufen und kann teilen?

    #207
    Sandra AvatarSandra
    Teilnehmer

    Lukas, ich verkaufe seit 2 Jahren auch in UK und USA über Etsy (also nicht direkt Shopify-Erfahrung, aber Versand-Erfahrung):

    UK Post-Brexit: Massiver Bürokratie-Albtraum. Pro Sendung CN23-Zollerklärung, EORI-Nummer brauchst du, IOSS-Registrierung empfohlen. Etsy macht das halbautomatisch, eigener Shop wäre Stress.

    USA: Eigentlich okay. Unter 800 USD De-Minimis-Regel, dann zollfrei. Lieferzeit 7-14 Werktage mit DHL Premium oder UPS, deutlich schneller mit FedEx (teurer).

    Tipp: Logistikdienstleister wie Sendcloud oder ShipStation nehmen einem 90% des Aufwands ab.

    #208
    Felix Herrmann AvatarFelix Herrmann
    Teilnehmer

    Lukas, bei Gastro-Equipment (sperrige Sachen) ist es nochmal anders. Großgeräte aus DE in die USA versenden ist faktisch unmöglich für Affiliate-Modelle — Frachten sind höher als das Produkt. Das ist Stück Branche-abhängig.

    #209
    Anya K. AvatarAnya K.
    Teilnehmer

    Lukas, eine strategische Frage zurück: Hat der Mandant konkrete Nachfrage aus UK/USA oder ist das „Wir sollten ja auch international sein“-Mentalität? Erfahrungsgemäß sind 70% der „Wir gehen international“-Projekte ohne echte Marktnachfrage und enden in 5-stelligem Logistik-Investment ohne Return. Ich würde immer erst die Nachfrage validieren (z.B. einfache UK-Landingpage und Mailing-List aufbauen) bevor die Logistik aufgesetzt wird.

    #210
    Lukas B. AvatarLukas B.
    Teilnehmer

    @Anya genau dieser Punkt. Beim ersten Gespräch wirkte es schon etwas nach „wir sollten ja auch…“. Werde das beim nächsten Termin aufgreifen und Nachfrage-Validierung als Phase 1 vorschlagen.

    @Sandra @Felix sehr hilfreich, danke!

    #211
    kim.dev Avatarkim.dev
    Teilnehmer

    Aus SaaS-Sicht (digitale Produkte, also etwas anders): Internationalisierung ist 80% rechtlich/steuerlich, nicht logistisch. Stripe Tax löst viel davon automatisch, aber Vorsicht: Die Konfiguration ist nicht trivial. Pro Land USt-Schwellen, US Sales Tax Nexus, Brexit-Themen. Auch hier gilt: Erst die Nachfrage validieren, dann das Setup.

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