Solo-Berater oder kleine Agentur — wer hat den Sprung gewagt?

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  • #89
    Lukas B. AvatarLukas B.
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    Mache seit 4 Jahren Solo-Beratung (Agile Coaching für Tech-Teams). Habe regelmäßig mehr Anfragen als ich annehmen kann. Klassische Optionen:

    1. Preise erhöhen bis Nachfrage passt (mache ich schon, geht aber irgendwann nicht weiter)
    2. Anfragen an Kollegen weiterleiten (Revenue Share oder Goodwill)
    3. Eigene kleine Agentur aufbauen — 2-3 freie Coaches einbinden

    Option 3 reizt mich, aber ich habe Angst vor dem Verwaltungs-Overhead. Hat jemand den Sprung von Solo zu Mini-Agentur gemacht und kann berichten?

    #91
    Eli AvatarEli
    Teilnehmer

    Ich nicht, aber ein interessantes Gedankenexperiment: Was wäre, wenn du es als „Kollektiv“ aufziehst statt als Agentur? 3 Solo-Coaches, gemeinsamer Auftritt, jeder rechnet selbst ab, ihr empfehlt euch gegenseitig. Kein Personal-Overhead, kein Arbeitgeber-Risiko, aber gemeinsamer Brand.

    #92
    Anya K. AvatarAnya K.
    Teilnehmer

    Lukas, habe genau diesen Sprung 2019 gemacht — von Solo zu 4-Personen-Agentur, dann 2022 wieder zurück. Ehrliche Bilanz:

    Was funktioniert: Mehr Reichweite, größere Projekte möglich, du wirst zur „Marke“ statt nur „Person“.

    Was wirklich hart ist:

    • Du wirst vom Berater zum Manager — und vermisst die fachliche Arbeit
    • Personal kostet Cashflow, auch wenn die Projekte mal nicht laufen
    • Wenn ein Coach abspringt, springt oft der Kunde mit
    • Du brauchst Recruiting-Kompetenz, die du als Solo nie hattest

    Mein Tipp: Probiere erst Modell 2 oder Elis Kollektiv-Idee aus. Echte Agentur erst wenn du dich wirklich vom Doing trennen willst.

    #93
    Lukas B. AvatarLukas B.
    Teilnehmer

    @Eli das Kollektiv-Modell hatte ich noch nicht auf dem Schirm aber das klingt nach dem perfekten Zwischenschritt. @Anya schmerzhaft ehrlich — vor allem der Punkt mit „Berater wird zum Manager“ trifft. Genau das will ich eigentlich nicht.

    #94
    Felix Herrmann AvatarFelix Herrmann
    Teilnehmer

    Lukas, aus der Restaurantzeit: Sobald du mehr als dich selbst verwaltest, bist du nicht mehr im „Doing“, sondern im „Managing“. Im Restaurant heißt das: Du stehst nicht mehr in der Küche, sondern guckst aufs Personal. Manche lieben das, manche hassen es. Frag dich vorher ehrlich, was du eigentlich willst.

    #95
    kim.dev Avatarkim.dev
    Teilnehmer

    Ich finde das Kollektiv auch elegant. Im Tech-Bereich gibt es analoge Modelle (z.B. „Studios“ oder „Collectives“ wie monk.io). Funktioniert immer dann gut, wenn die Beteiligten ähnliche Qualitätsstandards haben und es klare Kommunikationsregeln gibt. Sobald einer aus der Reihe tanzt, leidet die ganze Marke.

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