Buchhaltung auslagern – ab wann lohnt sich das wirklich?

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  • Dieses Thema hat 3 Antworten sowie 4 Teilnehmer und wurde zuletzt vor 1 Monat von kim.dev Avatarkim.dev aktualisiert.
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  • #971
    Daniel Wagner — Online-Business RedakteurDaniel Wagner
    Teilnehmer

    Ich bin seit gut zwei Jahren selbständig (Webdesign/Freelance) und merke zunehmend, dass ich einen Riesenanteil meiner Zeit mit Bürokratie verbringe – Belege sortieren, Rechnungen schreiben, Auswertungen für den Steuerberater vorbereiten usw. Eigentlich ist das alles lösbar, aber es nervt und kostet Zeit, die ich lieber in Projekte stecken würde.

    Jetzt überlege ich, ob ich zumindest die laufende Buchhaltung auslagern soll. Aber ich weiß nicht, ab welchem Umsatz oder Stundensatz sich das wirklich rechnet. Macht ihr das, habt ihr Erfahrungen? Was zahlt ihr ungefähr dafür?

    #972
    Sandra AvatarSandra
    Teilnehmer

    Die Frage hab ich mir vor ca. einem Jahr auch gestellt. Bei mir war der Wendepunkt, als ich gemerkt hab, dass ich locker 4-5 Stunden pro Monat nur mit Vorbereitung für den Steuerberater verbringe – und das bei einem Stundensatz von 75€. Da hab ich ausgerechnet: das ist quasi schon das Honorar für einen Buchhaltungsservice.

    Ich lagere jetzt die laufende Buchhaltung aus (ca. 80-120€/Monat je nach Belegmenge) und den Jahresabschluss macht weiterhin mein Steuerberater. Unterm Strich zahle ich zwar etwas mehr, spare aber massiv Zeit und hab deutlich weniger Stress. Würde ich nicht mehr missen wollen.

    #973
    Thomas Richter, Redakteur Recht & SteuernThomas Richter
    Teilnehmer

    Ich seh das ähnlich wie Sandra – die Frage ist weniger „ab welchem Umsatz“ sondern eher „was ist meine eigene Zeit wert“. Wenn du als Freelancer produktiv bist, rechnet sich Auslagern eigentlich fast immer, sobald du nicht gerade am Anfang mit minimalen Einnahmen stehst.

    Was den Anbieter angeht: ich hab damals ziemlich lang gesucht, weil ich jemanden wollte, der auch mit Selbständigen und Freelancern Erfahrung hat und nicht nur Standardpakete anbietet. Bin dann hier gelandet und war ehrlich gesagt positiv überrascht, wie unkompliziert der erste Kontakt war. Kein Vergleich zu manchen anderen Büros, die sich erstmal ewig Zeit lassen.

    Generell würd ich sagen: probier’s erstmal für ein Quartal aus, dann siehst du schon ob sich das für dich anfühlt.

    #974
    kim.dev Avatarkim.dev
    Teilnehmer

    Noch kurz ergänzt aus Entwickler-Perspektive: ich nutze mittlerweile eine Kombination – DATEV-kompatible Buchhaltungssoftware, wo ich selbst die Belege hochlade, und ein kleines Steuerbüro übernimmt dann die eigentliche Verbuchung und den Abschluss. Das ist oft günstiger als Vollauslagerung und man behält trotzdem den Überblick.

    Ab ~30k Jahresumsatz aufwärts würde ich es auf jeden Fall ernsthaft in Betracht ziehen. Drunter kommt’s wirklich auf die eigene Belegmenge an.

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