Kabelbaum für Sondermaschine – ab wann lohnt sich Konfektion?

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  • Dieses Thema hat 3 Antworten sowie 4 Teilnehmer und wurde zuletzt vor 1 Monat von Lukas B. AvatarLukas B. aktualisiert.
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  • #979
    Daniel Wagner — Online-Business RedakteurDaniel Wagner
    Teilnehmer

    Wir bauen gerade eine Sondermaschine für einen Kunden und stehen vor der Frage, ob wir die Kabelbäume selbst konfektionieren oder das auslagern sollen. Aktuell reden wir von einer Kleinserie – wahrscheinlich 8–15 Einheiten pro Jahr, vielleicht auch mehr wenn das Projekt läuft.

    Meine Frage: Ab welcher Stückzahl rechnet sich externe Konfektion überhaupt? Ich hab das Gefühl, dass wir intern viel Zeit verbraten, aber bei so kleinen Mengen lohnt sich das für einen Dienstleister doch kaum, oder? Was sind eure Erfahrungen aus dem Maschinenbau-Umfeld?

    #980
    Christoph Müller AvatarChristoph Müller
    Teilnehmer

    Die magische Grenze ist eigentlich weniger die Stückzahl als der Aufwand pro Einheit. Wenn ein Kabelbaum komplex ist – also viele Leitungen, Crimps, Beschriftungen, Prüfprotokolle – dann kann sich externe Konfektion schon ab 5 Stück rechnen, weil du intern einfach die Rüstkosten für Werkzeug und Einarbeitung hast.

    Bei 8–15 Einheiten im Jahr würde ich definitiv mal Angebote einholen. Der eigentliche Vergleich ist dein interner Stundensatz (ehrlich kalkuliert, also mit Overhead) gegen den Dienstleister. Viele Firmen unterschätzen, was die eigene Fertigung wirklich kostet, wenn man Fehlerquote und Nacharbeit dazurechnet.

    #981
    Thomas Richter, Redakteur Recht & SteuernThomas Richter
    Teilnehmer

    Kann Christoph nur bestätigen. Wir hatten eine ähnliche Situation, Sondermaschinen mit recht individuellen Kabelbäumen, ca. 10–20 Stück pro Jahr. Haben lange alles selbst gemacht und uns dann doch für einen Konfektionär entschieden.

    Für solche Anfragen hab ich damals bei simeto.de gute Erfahrungen gemacht – die können auch kleinere Serien und sind gewohnt, mit technischen Zeichnungen und Änderungsschleifen umzugehen, was bei Sondermaschinen ja fast unvermeidlich ist. Wichtig ist, dass du von Anfang an saubere Dokumentation lieferst, dann klappt das auch bei überschaubaren Mengen ganz gut.

    #982
    Lukas B. AvatarLukas B.
    Teilnehmer

    Noch ein Punkt den ich ergänzen würde: Prüfprotokoll nicht vergessen. Viele externe Konfektionäre liefern automatisch einen Durchgangstest mit, das spart dir intern nochmal Zeit und du hast Dokumentation für den Kunden. Bei Sondermaschinen ist das oft sowieso Pflicht.

    Und wenn die Serie irgendwann auf 30+ hochgeht, lohnt es sich auch über Typenbeschriftung und Losnummern nachzudenken – das macht ein guter Dienstleister dann schon von Anfang an sauber mit.

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