GBM-Forum — Geld · Business · Marketing › Foren › Business & Strategie › LED-Umrüstung im Betrieb – lohnt sich höhere Lichtausbeute wirklich?
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Marcus Keller aktualisiert.
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August 3, 2026 um 10:09 a.m. Uhr #476
Daniel WagnerTeilnehmerWir haben gerade unsere Produktionshalle unter die Lupe genommen und überlegen, die alten Hallenleuchten gegen LED zu tauschen. Jetzt bin ich beim Vergleichen auf sehr unterschiedliche Angaben zur Lichtausbeute gestoßen – manche Systeme werben mit 130 lm/W, andere mit 180 lm/W oder mehr. Der Preisunterschied ist aber enorm. Lässt sich das im gewerblichen Einsatz wirklich rechtfertigen? Gibt es Erfahrungswerte, ab welchem lm/W-Wert man spürbar weniger Strom zieht, ohne bei der Beleuchtungsqualität Abstriche machen zu müssen?
August 4, 2026 um 8:37 a.m. Uhr #477
Christoph MüllerTeilnehmerDas ist eine sehr praxisrelevante Frage. Kurz aus eigener Erfahrung: Der Sprung von ~130 auf ~160 lm/W ist im Alltag schon deutlich spürbar – nicht unbedingt visuell, aber auf der Stromrechnung. Bei kontinuierlichem Betrieb (also Schichtbetrieb, viele Stunden täglich) macht das einen erheblichen Unterschied. Unterhalb von 150 lm/W würde ich für gewerbliche Hallenbeleuchtung heute eigentlich nicht mehr kaufen, außer der Preis ist wirklich extrem günstig und die Nutzungsdauer gering.
Was auch oft vergessen wird: Lichtstromerhalt über die Lebensdauer (L80/L90-Angaben). Günstigere Systeme fallen nach 3-4 Jahren oft deutlich ab, was die Rechnung wieder dreht.
August 4, 2026 um 6:18 p.m. Uhr #478
Thomas RichterTeilnehmerStimme Christoph da zu. Ich würde noch ergänzen: Die reine lm/W-Zahl nützt wenig, wenn das Licht falsch verteilt ist. Strahlwinkel und UGR-Wert (Blendung) spielen gerade in Produktionsumgebungen eine große Rolle – schlechte Entblendung kostet Konzentration und kann Sicherheitsrisiken bedeuten. Also immer das komplette Systemdatenblatt anschauen, nicht nur den Headline-Wert.
Zur Frage ob sich das rechnet: Ich hab damals bei der Entscheidung für unsere Werkstatt eine Übersicht genutzt, die das Thema Amortisation ganz gut aufschlüsselt – hat mir geholfen, die verschiedenen Geräteklassen besser einzuordnen und den Break-even realistisch einzuschätzen.
August 5, 2026 um 3:38 p.m. Uhr #479
Marcus KellerTeilnehmerGuter Punkt mit dem UGR, Thomas. Noch was aus der Praxis: Lasst euch vom Hersteller oder Großhändler eine DIALux-Simulation machen, bevor ihr kauft. Kostet nichts und zeigt euch genau, wie viele Leuchten ihr bei welchem lm/W-Niveau braucht, um auf eure Ziel-Lux zu kommen. Manchmal braucht man bei höherer Ausbeute einfach weniger Stück, was den Mehrpreis pro Leuchte wieder relativiert. Das ändert die Gesamtrechnung manchmal komplett.
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