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Juni 6, 2026 um 12:29 p.m. Uhr
#178
Teilnehmer
Lieber Kim, das ist eine Frage die ich in der Kanzlei sehr oft bekomme. Mein Ansatz dazu, völlig unabhängig von Beratungsmandaten:
Pro GmbH früh:
- Beschränkte Haftung (insbesondere wichtig wenn dein SaaS Datenschutz-Risiken birgt)
- Bessere Verhandlungsposition bei potenziellen Investoren oder Buyout
- Möglichkeit der Gewinnthesaurierung (Körperschaftsteuer 15% + GewSt vs. Einkommensteuer-Spitzensatz)
Contra GmbH früh:
- Gründungskosten ca. 800-1500 € + laufende Kosten (Jahresabschluss 1.500-3.000 €, IHK-Beiträge etc.)
- Bei niedrigem Gewinn höhere Gesamt-Steuerlast als Einzelunternehmer (Doppelbesteuerung)
- Mehr Bürokratie (HGB-Bilanz, Veröffentlichung im Bundesanzeiger)
Pragmatischer Daumenwert: Ab 50.000 € Jahresgewinn fängt es an, sich steuerlich zu rechnen. UNTERHALB davon nur wenn Haftungs- oder Investor-Argumente greifen. UG (haftungsbeschränkt) ist ein schlechter Kompromiss — gleicher Aufwand wie GmbH, aber schlechteres Image und Wachstumshemmung.