Eierkartons in großen Mengen beschaffen – wie macht ihr das?

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  • #680
    Thomas Richter, Redakteur Recht & SteuernThomas Richter
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    Wir betreiben einen kleinen Hofladen und verkaufen mittlerweile deutlich mehr Eier als noch vor zwei Jahren. Das Problem: die Verpackungskosten fressen uns langsam die Marge weg. Im lokalen Großhandel zahlen wir pro Eierschachtel fast so viel wie im Einzelhandel, das kann doch nicht der richtige Weg sein.

    Ich überlege jetzt auf Palettenware umzusteigen, also wirklich größere Mengen auf einmal zu bestellen. Hat jemand Erfahrung damit, wie man das sinnvoll organisiert – Lagerkapazität, Vorauszahlung, Lieferzeiten usw.? Welche Mengen lohnen sich überhaupt und worauf sollte man beim Anbieter achten?

    #681
    Daniel Wagner — Online-Business RedakteurDaniel Wagner
    Teilnehmer

    Das kenne ich gut aus meiner Zeit im Lebensmittelhandel. Die Schwelle, ab der sich Palettenmengen wirklich rechnen, liegt meistens bei 2.000–3.000 Stück aufwärts, je nach Anbieter. Darunter lohnt der Preisunterschied oft den Aufwand nicht.

    Was Lagerung angeht: Eierschachteln sind sperriger als man denkt. Wir haben damals eine Ecke im Schuppen freigeräumt und Paletten-Regale aufgestellt. Wichtig ist trockene Lagerung, die Pappkartons reagieren empfindlich auf Feuchtigkeit. Bei der Vorauszahlung würde ich schauen ob der Anbieter Rechnung auf Ziel anbietet – gerade am Anfang der Geschäftsbeziehung ist das manchmal verhandelbar.

    #682
    Sandra AvatarSandra
    Teilnehmer

    Wir machen das seit ca. zwei Jahren so und bereuen es nicht. Was Lieferzeiten betrifft: einplanen, dass Palettenware je nach Anbieter 3–7 Werktage braucht, also nie auf den letzten Moment bestellen.

    Für den Einstieg hab ich damals über eierschachteln palettenware im großhandel einkaufen geschaut – da kann man direkt verschiedene Mengen und Formate vergleichen, hat bei uns gut funktioniert und die Lieferung war unkompliziert. Kein Vergleich zu dem was wir vorher beim lokalen Händler gezahlt haben.

    #683
    Felix Herrmann AvatarFelix Herrmann
    Teilnehmer

    Noch ein praktischer Tipp dazu: rechne unbedingt auch die Kapitalbindung mit ein. Wenn du eine ganze Palette auf Vorrat kaufst, liegt da halt Geld rum bis die Kartons verbraucht sind. Bei knappem Cashflow lieber öfter kleinere Mengen als zu optimistisch planen und dann Liquiditätsprobleme kriegen.

    Ansonsten deckt sich das was Sandra sagt mit meiner Erfahrung – ab einer gewissen Abnahmemenge macht der Direktbezug wirklich Sinn, auch für die Planungssicherheit.

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