GBM-Forum — Geld · Business · Marketing › Foren › Geld & Finanzen › ETF-Sparplan vs. eigene Immobilie für Solo-Unternehmer — was ist besser?
- Dieses Thema hat 5 Antworten sowie 5 Teilnehmer und wurde zuletzt vor vor 1 Monat von
Marcus Keller aktualisiert.
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Mai 18, 2026 um 7:59 a.m. Uhr #75
Tom B.TeilnehmerMal ehrlich diskutiert: Ich bin 40, Solo-Selbständig, keine Familie. Habe gerade einen Cash-Polster von ca. 80.000 €. Berater A sagt: kaufst dir eine kleine Eigentumswohnung als Altersvorsorge. Berater B sagt: ETF-Sparplan, höhere Rendite, mehr Flexibilität.
Wer von euch hat den Sprung gemacht und kann aus Erfahrung was sagen?
Mai 18, 2026 um 7:25 p.m. Uhr #77
kim.devTeilnehmerBin Anfang 30 und stecke seit 5 Jahren konsequent in ETFs (MSCI World + Emerging Markets, 70/30). Habe mir die Frage auch oft gestellt. Mein Fazit: Eigentumswohnung als reine Geldanlage rechnet sich in deutschen Großstädten gerade NICHT, wenn du sie nicht selbst bewohnst.
Renditerechnung (vereinfacht):
- ETF-Portfolio: historisch 6-7% p.a. nach Inflation
- Vermietete Wohnung in München/Berlin: 2-3% Bruttomietrendite, nach Abzug von Verwaltung, Instandhaltung, Mietausfall bist du bei 1-1,5%
Eigentum macht für mich nur Sinn, wenn du selbst drin wohnst (Mietersparnis als „stille Rendite“) oder in B/C-Lagen mit echtem Cashflow-Potenzial.
Mai 18, 2026 um 7:43 p.m. Uhr #78
Christoph MüllerTeilnehmerLieber Tom, eine wichtige Steuerperspektive die in der Diskussion oft fehlt:
Als Solo-Selbständiger haben Sie ein Vorsorgeproblem, das viele unterschätzen — die gesetzliche Rente fällt für Sie weitgehend weg. Eine Eigentumswohnung kann hier durchaus Sinn machen, aber NICHT als reine Geldanlage, sondern als spätere Eigennutzung im Alter.
ETF-Sparplan ist steuerlich unkompliziert (Teilfreistellung bei Aktien-ETFs), Immobilien werden steuerlich komplexer (Spekulationsfrist 10 Jahre, Abschreibung, ggf. Vermietungseinkünfte).
Wenn ich raten müsste: 60.000 € in einen breit gestreuten ETF, 20.000 € als Liquiditätsreserve. Immobilie erst, wenn Sie wissen wo Sie im Alter leben möchten.
Mai 18, 2026 um 9:05 p.m. Uhr #79
Anya K.TeilnehmerTom, eine Frage die du dir vorab beantworten solltest: Wie hoch ist dein Geschäftsrisiko? Wenn dein Einkommen stark schwankt (was bei Solo-Selbständigen oft der Fall ist), willst du keine fixe monatliche Kreditrate haben. ETF kannst du jederzeit pausieren oder runterfahren, die Bank schickt aber jeden Monat ihre Rechnung.
Mai 19, 2026 um 4:13 p.m. Uhr #80
Tom B.Teilnehmer@Anya guter Punkt mit der Liquidität. Mein Geschäft schwankt schon ordentlich — manche Quartale gehen super, andere sind mau.
@Christoph der Renten-Aspekt sticht bei mir tatsächlich. Ich zahle in keine Versorgungskammer ein und Rürup ist auch nur halbgar. Vielleicht ist ETF + freiwillige Beiträge in die gesetzliche RV eine Alternative die wir hier noch nicht besprochen haben?
Mai 20, 2026 um 5:27 p.m. Uhr #81
Marcus KellerTeilnehmerTom, zur Ergänzung: Ich habe für GBM-Forum im April einen Beitrag zu genau dieser Frage geschrieben — Vergleich Rürup vs. ETF vs. Immobilie für Solo-Selbständige unter 45. Die Kurzfassung: Für die meisten in deiner Lage ist ein Mix aus ETF (Hauptpfeiler) + kleinerer Rürup (für die Steuerersparnis) die rationalere Wahl. Immobilie nur, wenn du sie selbst nutzen willst oder einen wirklich guten Deal hast.
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