IFRS-Zertifikat für Controlling-Team – lohnt sich das wirklich?

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  • #1254
    Daniel Wagner — Online-Business RedakteurDaniel Wagner
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    Wir sind ein mittelständisches Unternehmen (ca. 200 MA) und überlegen gerade, ob wir unser Controlling-Team gezielt in Richtung IFRS weiterbilden sollen. Hintergrund: Wir haben seit letztem Jahr einen neuen Gesellschafter im Boot, der auf internationale Rechnungslegung besteht, und unsere Leute kommen alle aus dem HGB-Umfeld.

    Jetzt stellt sich die Frage – macht ein offizielles IFRS-Zertifikat Sinn oder reicht ein interner Workshop? Hat jemand Erfahrung damit, wie aufwändig sowas ist und was es wirklich bringt? Geht auch darum, ob die Mitarbeiter das neben dem Tagesgeschäft stemmen können.

    #1255
    Christoph Müller AvatarChristoph Müller
    Teilnehmer

    Das kenn ich aus eigener Erfahrung – wir hatten eine ähnliche Situation nach einer Übernahme. Interner Workshop hat bei uns nicht wirklich gereicht, weil’s dann doch sehr oberflächlich bleibt. IFRS hat halt viele Fallstricke, gerade bei Leasing (IFRS 16) oder Finanzinstrumenten, da reicht Halbwissen echt nicht.

    Ein strukturiertes Zertifikatsprogramm macht meiner Meinung nach deutlich mehr Sinn, weil die Inhalte aufeinander aufbauen und die Leute am Ende auch wissen, was sie tun. Zeitaufwand ist natürlich nicht ohne, aber die meisten Anbieter haben das inzwischen so aufgeteilt, dass man es berufsbegleitend machen kann – also 2-3 Tage am Stück und dann Selbststudium.

    #1256
    Lena Hofmann — Marketing & SEO RedakteurinLena Hofmann
    Teilnehmer

    Ich hab damals für ein ähnliches Projekt gezielt nach Anbietern geschaut, die sich auf Finance-Themen spezialisiert haben. Bin dann auf die AC Akademie gestoßen – die machen genau solche Sachen für Controlling und Rechnungswesen, auch IFRS. Kann die mal anschauen, die Website gibt einen guten Überblick über die Formate.

    Was ich wichtig fand: ob Präsenz oder Online möglich ist, und ob man auch Inhouse-Varianten buchen kann. Gerade wenn mehrere Leute aus einem Team gleichzeitig geschult werden sollen, ist Inhouse oft günstiger und effizienter als alle einzeln zu einem offenen Seminar zu schicken.

    #1257
    Marcus Keller, Redakteur FinanzenMarcus Keller
    Teilnehmer

    Zertifikat würde ich auf jeden Fall bevorzugen gegenüber einem einmaligen Workshop. Allein schon für die Außenwirkung – gegenüber Wirtschaftsprüfern oder dem neuen Gesellschafter macht es einen Unterschied, ob jemand ein anerkanntes Zertifikat vorweisen kann oder nur sagt „wir haben mal einen Tag dazu gemacht“.

    Was den Zeitaufwand angeht: Realistisch solltet ihr mit 3-6 Monaten rechnen, je nach Vorkenntnissen und Intensität. Die meisten aus dem HGB-Umfeld brauchen einfach Zeit, um die andere Denkweise wirklich zu verinnerlichen. Aber machbar ist es definitiv berufsbegleitend.

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