GBM-Forum — Geld · Business · Marketing › Foren › Geld & Finanzen › Mietkosten explodieren – welche Nebenkosten kann ich wirklich absetzen?
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Marcus Keller aktualisiert.
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Oktober 1, 2026 um 12:35 p.m. Uhr #1121
Lena HofmannTeilnehmerHallo zusammen, ich bin seit letztem Jahr selbständig und arbeite von zu Hause aus. Jetzt kommt die Steuererklärung und ich frage mich, was ich alles als Betriebsausgaben geltend machen kann. Speziell geht’s mir um Nebenkosten – also Heizung, Strom, aber auch Sachen wie Schädlingsbekämpfung. Wir hatten im Frühjahr einen Befall (Mäuse, jetzt nicht fragen…) und das war teuer. Ich arbeite in einer Mietwohnung, nutze ein Zimmer ausschließlich als Büro. Hat jemand Erfahrung damit, wie man sowche Kosten korrekt aufteilt und was das Finanzamt da akzeptiert?
Oktober 1, 2026 um 11:04 p.m. Uhr #1122
Thomas RichterTeilnehmerDie Grundregel ist eigentlich recht simpel: Wenn du ein klar abgegrenztes Arbeitszimmer hast, das ausschließlich beruflich genutzt wird, kannst du die anteiligen Kosten nach Quadratmetern aufteilen. Also Gesamtfläche der Wohnung vs. Fläche des Büros – und genau diesen Prozentsatz der Nebenkosten absetzt du dann.
Das gilt für Strom, Heizung, Internet (da aber oft Pauschale 50/50), und ja, grundsätzlich auch für einmalige Sonderkosten wie Reparaturen oder eben Schädlingsbekämpfung, sofern der Befall die gesamte Wohnung betraf. Wichtig ist, alle Belege sauber aufzuheben und die Aufteilung nachvollziehbar dokumentieren zu können. Bei größeren Beträgen würd ich das kurz mit einem Steuerberater besprechen, die haben da manchmal noch Tricks.
Oktober 3, 2026 um 12:14 a.m. Uhr #1123
SandraTeilnehmerIch hatte letztes Jahr auch so einen Fall – Silberfischchen in der ganzen Wohnung, also nicht nur im Bürobereich. Hab die Kosten für den Kammerjäger dann entsprechend anteilig angesetzt und das Finanzamt hat’s ohne Rückfragen akzeptiert. Für Wien kann ich übrigens kammerjaeger-wien.at empfehlen, falls das noch aktuell ist – die haben damals zügig reagiert und einen ordentlichen Beleg ausgestellt, was fürs Finanzamt natürlich praktisch war.
Zur eigentlichen Frage: Wichtig ist wirklich die saubere Dokumentation. Ich hab ein einfaches Excel, wo ich alle wohnungsbezogenen Kosten erfasse und monatlich den Büroanteil rausrechne. Am Ende des Jahres geht das dann gebündelt in die Erklärung.
Oktober 4, 2026 um 2:53 a.m. Uhr #1124
Marcus KellerTeilnehmerErgänzend noch: Achte darauf, dass du das Arbeitszimmer wirklich nachweisbar ausschließlich beruflich nutzt. Das ist in Österreich die Grundvoraussetzung. Wenn da auch ein Gästebett steht oder du gelegentlich privat drin bist, wird’s schwierig.
Und zum Thema Schädlingsbekämpfung speziell: Das Finanzamt schaut da manchmal genauer hin, weil’s ungewöhnlich ist. Ein detaillierter Beleg vom Dienstleister (was wurde wo behandelt, Datum, Betrag) ist da Gold wert. Dann ist die Aufteilung nach m² eigentlich problemlos argumentierbar.
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